Träume trinken…

Komm, lass uns Träume trinken

Uns daran berauschen und den trügerischen Morgen

ein wenig länger Trug sein lassen.

Nimm noch einen Schluck,

das Leben ist kurz sagen die Leute

und man muss Tänze tanzen, solange die Musik spielt.

Oder die Welt klingen lassen, singen lassen

beben lassen im Takt der tanzenden Herzen.

Traumseifenblasen platzen,

lachen schillernd im Mondlicht,

bevor sie vergehen.

Hast du Angst?

Welche Ängste hat die Angst?

Komm, lass uns auf den Ängsten reiten,

Gedanken lähmen und

Zweifel zähmen.

Glaubst du liebst du?

Hörst du das funkelnde Mondlicht

auf dem schwarzen See?

Siehst du die sanften Lieder des Waldes?

Schmeckst du das Gold der Abendsonne?

Fühlst du den Zauber in jedem Atemzug?

Komm, lass uns mit der Zeit tanzen,

Lass uns von Freiheit singen,

Lass uns Träume trinken,

Lass uns leben…

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Rote Rosen…

Legt rote Rosen auf die Gräber.

Hört die Schreie all jener,

die sich an den Dornen stachen

und an ihrem Gift zugrunde gingen.

Legt rote Rosen auf die Gräber.

Gedenkt Jener, die ihr Blut lassen mussten,

weil Andere ein Bett aus Rosen wählten.

Legt rote Rosen auf die Gräber.

Sie sehen das Blut, doch sie lernen nicht

dass man sich an den Dornen sticht

und zugrunde geht, wenn man Leben nicht leben lässt.

Legt rote Rosen auf die Gräber…

Es wär doch leicht!?

Sieh mich an und sag mir kann

mein Blick Geschichten Dir erzählen?

Wenn Du mich anschaust, siehst Du dann,

wie mich die stummen Worte quälen,

wie sich in mir Gefühle regen

und Wünsche förmlich explodieren?

Verzweifelt wehr’ ich mich dagegen,

will die Kontrolle nicht verlieren.

Wenn Du in diese Augen schaust,

siehst du dann, wie ich drum flehe,

dass Du mir nah kommst, Du dich traust,

weil ich schon innerlich zergehe

Und nicht den Mut hab Dir zu sagen,

dass ich Dich gern hab und vielleicht

noch mehr, ich würd so gerne fragen:

„Willst Du mich auch?“ Es wär doch leicht?!

Doch ich bin dumm und bleibe stumm

Ich sag kein Wort und dreh mich um

und wünscht ich hätte mich getraut.

Und wenn ich mir dann auf die Lippen beiße,

denk ich nur „Scheiße!

Ich habs versaut!“

Stille Zuflucht

Hier in dieser Blütenpracht
fand ich meine Zufluchtsstätte
Harrte aus, der Wind strich sacht
Über mich, ich wünscht ich hätte
diesen Ort zuvor gefunden,
mich ganz heimlich dort verborgen
und gepflegt die vielen Wunden
fern vom Alltag, meinen Sorgen

Hier in diesem Farbenmeer
fühl ich mich geschützt, geborgen
Grad noch war mein Herz so schwer,
sehnt sich nach dem neuen Morgen
Gern würd ich von vorn beginnen,
viele Dinge anders sehen
Diesmal würde ich gewinnen
Und hoch erhobnen Hauptes gehen.

Lächelnd nähm ich gern das Leben
wie es kommt, und würd versuchen
noch ein bisschen mehr zu geben
Und ich würde länger suchen
nach den wirklich guten Freunden
die mich durch die Nacht begleiten.
Mich trotz meiner Eigenheiten,
meiner Schwächen nicht verleumden.

Wie oft schon fehlte mir der Mut
den ersten Schritt allein zu tun.
Wie oft ließ ich die Chancen ziehen,
sah dann mit Wehmut hinterher.
Wie oft schon wollt ich einfach fliehen,
tat einen Schritt und konnt nicht mehr.
Lass mich den Augenblick hier ruhen,
gib Schutz vor der Gedankenflut.

Als ich dann, ganz sanft geborgen
von der bunten Blütenpracht,
aufwachte, am kühlen Morgen
hab ich über mich gelacht.

Alle Sorgen sind verflogen,
leicht und fröhlich ist mein Herz.
Es erscheint mir all mein Schmerz
Nur vom Traumreich vorgelogen.

Der Befreite

Geschmeidig schleicht der Schatten ums Gehege,

das einmal seiner Seele Käfig war.

Ein letzer Blick, dann geht er seiner Wege,

Vergangenheit bleibt das, was einst geschah.

Sein wacher Blick, die ungetrübten Sinne

verschlingen gierig  jeden Augenblick.

Kein Duft, kein Laut kann unentdeckt entrinnen.

Behutsam setzt er jeden neuen Schritt.

Lässt sich vom Hauch der Freiheit traulich führen

Und ziellos treibend weiß er um den Sinn.

Er kann den Puls des Lebens wieder spüren

und jeder neue Schritt ein Neubeginn.

*

Melancholia

Heimlich, still und leise schleicht sie sich an mich heran, lautlos, körperlos. Sie verschluckt alles Licht, gehüllt in einen Mantel aus heimlicher Dunkelheit tritt sie an mich heran, streicht mir mit ihren eisigen Fingern liebkosend über die Wangen, lässt Tränen gefrieren. Ihre Worte sind Schweigen, schneidende Stille, der wohltuende Klang der Leere, bedrückend und doch tröstend. Süß sind ihre stillen Worte, die lautlos an mein Ohr dringen, wortlos das Schweigen brechen, tröstend ihre kalte Hand, die sanfte Berührung. Sie kommt ohne Vorwarnung, ergreift mich aus dem Hinterhalt, mein stummer Schrei verhallt im Nichts. Ich suche Schutz in ihrem wärmenden Mantel aus tröstender Dunkelheit, verkrieche mich in den Falten aus tiefschwarzer Nacht und lausche dem pulsierenden Klang der flüsternden Stille, den lautlosen Worten die sich wie Balsam auf mein brennendes Herz legen und das Feuer unter dem schweren Mantel ersticken. Lautlos singt sie mich in den Schlaf, wortlos klingend, in der Ferne still verhallend…

Traumtänzer

Nimm meine Hand,

bevor sie in der nahenden Dämmerung verblasst

Folge mir über die verschlungenen Pfade der Seelenlabyrinthe

Wie Spinnweben zersplitterter Träume greifen sie nach uns

versuchen uns zu fangen

uns am Fliegen zu hindern.

*

Folge mir zum schlafenden Mond

Aber gib Acht, dass du ihn nicht weckst

Vorbei an silbernen Träumen

und schweigenden Erinnerungen

tanzen wir auf heimtückischen Wolken

der verschleierten Zwischenwelt.

*

Wir sind Traumtänzer

Kinder der rastlosen Seelen

die erstarrte Geister

mit glühenden Herzen bekämpfen

Wo die Zeit mit der Ewigkeit tanzt

greifen wir nach den Sternen,

jagen Träume, die zu Fliehen versuchen

Wir sind Träumtänzer in der Zwischenwelt

irgendwo zwischen Schatten und Licht…

*

Dreamdancer

*

Take my hand

before it’s fading in the breaking dawn

follow me through the soul-labyrinths

spiderwebs of broken dreams

are trying to catch us

keep us from flying

*

Follow me to the sleeping moon

But beware, never wake him up

Passing silvery dreams and silent memories

we’re dancing on the treacherous clouds

of the space in between

*

We’re dreamdancers

Children of the longing souls

fihting frozen minds

with burning hearts

Where time dances with eternity

we’re catching stars

chasing escaping dreams

we’re dreamdancers

dancing in the space

somewhere between shadow and light