Es wär doch leicht!?

Sieh mich an und sag mir kann

mein Blick Geschichten Dir erzählen?

Wenn Du mich anschaust, siehst Du dann,

wie mich die stummen Worte quälen,

wie sich in mir Gefühle regen

und Wünsche förmlich explodieren?

Verzweifelt wehr’ ich mich dagegen,

will die Kontrolle nicht verlieren.

Wenn Du in diese Augen schaust,

siehst du dann, wie ich drum flehe,

dass Du mir nah kommst, Du dich traust,

weil ich schon innerlich zergehe

Und nicht den Mut hab Dir zu sagen,

dass ich Dich gern hab und vielleicht

noch mehr, ich würd so gerne fragen:

„Willst Du mich auch?“ Es wär doch leicht?!

Doch ich bin dumm und bleibe stumm

Ich sag kein Wort und dreh mich um

und wünscht ich hätte mich getraut.

Und wenn ich mir dann auf die Lippen beiße,

denk ich nur „Scheiße!

Ich habs versaut!“

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Im Nebel

Ich sah dich stehen –

einsam –

im Nebel der

verschleierten Zwischenwelt.

Du konntest mich nicht sehen,

drüben auf der anderen Seite,

denn dein Herz

hatte das Sehen längst verlernt,

die Augen geschlossen.

Ich hörte,

wie der weiße Nebel

deinen stummen Schrei

verschluckte.

Du hörtest nicht,

wie deine Seele um Hilfe rief –

wortlos klingend, stumm verhallend.

Ich streckte dir

zitternd

meine kalten Finger hin

und teilte den Nebel

zwischen uns.

Doch du sahst mich nicht,

leere Augen, leeres Herz.

Ich rief nach dir,

doch die Sprache des Herzens

kanntest du nicht.

Du wolltest bleiben,

in deiner verschleierten Zwischenwelt

zwischen Schatten und Licht.

Denn deinen eigenen Schatten

fürchtetest du

und das Licht

erinnerte dich

an die Dunkelheit.

So nahm dich der Nebel

in seine kalten Arme,

ein Hauch von Trost,

erstickter Schmerz.

Und du hörst deine Tränen nicht fallen

Und du hörst nicht,

wie dein Herz nach Wärme

und Licht ruft.

Und deine Seele schreit stumm nach Hilfe…

Zaubern lernen

Ich hatte das Zaubern verlernt…ich hatte verlernt alles um mich lebendig werden zu lassen, die Welt um mich tanzen zu lassen, im Rhythmus der Erde. Ich hatte verlernt das Kleine unendlich groß werden zu lassen und mit dieser Größe den weiten Raum meines Herzens bis in den letzten Winkel auszufüllen. Ich hatte verlernt die kleinste Flamme heller als das strahlende Licht der Sonne leuchten zu lassen und nur mit einem stillen Gedanken den dunkelsten Raum zu erhellen. Ich hatte verlernt tiefe Wunden mit einem warmen Lächeln zu heilen und Tränen der Trauer zu Quellen des Lebens werden zu lassen. Ich hatte verlernt kalte Masken mit der Wärme meines Herzens zu schmelzen und unüberwindbare Mauern einzureißen, indem ich sie nur behutsam mit den Fingern berührte. Ich hatte verlernt an die Magie zu glauben, die mich durchströmt, mit allem verbindet, mächtig und verletzlich, stark und zart, unendlich groß und klein macht. Ich hatte verlernt auf das Leben zu vertrauen, mich führen zu lassen vom Puls der Erde, der Stimme des Windes. Ich hatte verlernt auf dem Rücken der Wolkendrachen bis zu den fernsten Sternen zu fliegen, mich fallen zu lassen, durch Zeit und Raum zu schweben, getragen von den Händen der Magie, des Universums, des Lichts, das alles ist und nichts…

Ich wachte auf, geweckt von einer bekannten Stimme, die mich wie eine alte Freundin zu sich rief. Ich wachte auf und hielt die Welt in Händen – meine Welt, die ich liebevoll und mit erstaunten Augen betrachten konnte. Und ich wurde klein und die Welt um mich wuchs und wurde größer und größer. Ich wachte auf und fühlte, wie der Zauber meinen Körper durchströmte, die Magie jede Zelle pulsieren ließ, und alles war Licht…und dann wachte ich auf.

Fremd geworden

Wie fremd du mir geworden bist!

Dein Blick spricht tausend leere Lügen

Die dich noch mehr als mich betrügen-

Wie fremd du mir geworden bist!

<o>

Ich hör dich, kann dich nicht verstehen-

Ich kenne deine Stimme nicht,

wie sie in falschen Zungen spricht.

Ich hör dich, kann dich nicht verstehen!

<o>

Ich seh dich, doch mein Herz ist blind,

kann deine Seele nicht mehr sehen

seh deinen trüben Schatten stehen-

Ich seh dich, doch mein Herz ist blind.

<o>

Wie fremd du mir geworden bist-

Dein Bild verblasst im Strom der Zeit

verschwindet in der Ewigkeit.

Wie fremd du mir geworden bist…

Stille Zuflucht

Hier in dieser Blütenpracht
fand ich meine Zufluchtsstätte
Harrte aus, der Wind strich sacht
Über mich, ich wünscht ich hätte
diesen Ort zuvor gefunden,
mich ganz heimlich dort verborgen
und gepflegt die vielen Wunden
fern vom Alltag, meinen Sorgen

Hier in diesem Farbenmeer
fühl ich mich geschützt, geborgen
Grad noch war mein Herz so schwer,
sehnt sich nach dem neuen Morgen
Gern würd ich von vorn beginnen,
viele Dinge anders sehen
Diesmal würde ich gewinnen
Und hoch erhobnen Hauptes gehen.

Lächelnd nähm ich gern das Leben
wie es kommt, und würd versuchen
noch ein bisschen mehr zu geben
Und ich würde länger suchen
nach den wirklich guten Freunden
die mich durch die Nacht begleiten.
Mich trotz meiner Eigenheiten,
meiner Schwächen nicht verleumden.

Wie oft schon fehlte mir der Mut
den ersten Schritt allein zu tun.
Wie oft ließ ich die Chancen ziehen,
sah dann mit Wehmut hinterher.
Wie oft schon wollt ich einfach fliehen,
tat einen Schritt und konnt nicht mehr.
Lass mich den Augenblick hier ruhen,
gib Schutz vor der Gedankenflut.

Als ich dann, ganz sanft geborgen
von der bunten Blütenpracht,
aufwachte, am kühlen Morgen
hab ich über mich gelacht.

Alle Sorgen sind verflogen,
leicht und fröhlich ist mein Herz.
Es erscheint mir all mein Schmerz
Nur vom Traumreich vorgelogen.

Die Liebe bleibt

Als deine Lippen meine sanft berührten,
da hielt die Welt gebannt den Atem an.
Der Bach schwieg still und auch die Bäume spürten,
dass etwas Großes seinen Anfang nahm.
 
Da tanzten unsere Seelen unter Sternen,
und sahen wie der Mond das Wasser küsst.
Gemeinsam wollten wir das Fliegen lernen
und glaubten, dass es Schicksal sein müsst.
 
Voll Liebe reichte ich dir meine Hände
und konnte tief in deine Seele sehen.
Doch plötzlich prallte ich an kalte Wände
und spürte dich aus unsrer Welt entfliehn.
 
Ich sehne mich nach dir und deine Wärme
erfüllt noch immer meinen leeren Raum.
Die Seele weilt noch bei dir in der Ferne
und wartet aufs Erwachen aus dem Traum.
 
Die Liebe bleibt, du bist in meinem Herzen,
ich kann das Licht um unsere Seelen spürn.
Bringt auch die Liebe noch so große Schmerzen,
nur sie kann mich den Weg des Glückes führen.