Novembertraum

Es war der Mond,

der mit windstillem Flüstern

nach der Sonne rief.

Ich hörte sein Rufen

durch die bebende Nacht.

*

Nimm meine Hand,

bevor sie im Nebel der Zeit verschwindet

und lass uns gemeinsam

über tauschwere Halme springen,

auf dem Haupt der knorrigen Riesen

nach Wolkendrachen Ausschau halten,

uns auf ihren Rücken schwingen

und auf Sternen tanzen,

den bleichen, stillen Wächtern

des Novembertraums.

*

Der Märchenmund lacht,

als wir ihm von dem Funken erzählen,

der das Meer abkühlte,

er schenkt uns einen Traum

vom Trauermond

der beschloss Licht zu werden

und schüchtern die Erde küsste.

*

Reich mir deine Wolkenfinger,

folge mir

in den Nebel der Vergangenheit,

die nie Zukunft werden wollte,

lass uns träumen

von der Welt,

in der die Zeit

mit der Ewigkeit tanzt

und der Mond andächtig den Atem anhält

um die Nacht nicht zu wecken…

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