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Erinnerung an einen Traum
Und ich denk immer noch an dich
wie könnt ich auch den Kuss vergessen
von einem Traum war ich besessen
und dieser Traum verzehrte mich.
*
Wie Feuer brannten deine Küsse
ein sanfter trügerischer Schmerz
In heißen Flammen stand mein Herz
Wie ich die Wärme doch vermisse.
*
Der Morgen kam und mit dem Licht
schwanden still die letzten Funken
Scheue Blicke, traumestrunken
fanden wir die Worte nicht.
*
Ein schöner Traum, nur allzu gerne
lassen sich die Sinne trügen
Die Seele schweigt und leere Lügen
verhallen lautlos in der Ferne.
*
Und ich denk immernoch an dich.
Wie könnt ich diesen Kuss vergessen
Von einem Traum war ich besessen,
doch weiß ich auch, ich träumte nicht.
Nebelzauber
Weiße Nebelschwaden wabern ruhelos umher.
Eine kleine Waldeslichtung liegt im Nebel, still und leer.
Sie scheint zu schlafen, still zu träumen,
von den weiß umhüllten Bäumen,
doch sie wartet auf das Volk,
das sich hier bei Nebel tollt.
Aus dem dichten Nebel kommen
plötzlich Wesen, ganz verschwommen.
Weiß wie der Nebel, kaum zu sehen
kommen sie, die Nebelfeen,
die Waberwichte, Wassergeister,
Modergnome, Nebelgeister.
Die Nebelkinder werden sie oft genannt
und kommen nur zu solcher Stund,
wenn Nebel alles dicht verdeckt,
der Wald sich in dem Dunst versteckt,
wenn alles grau ist, düster und
der Dunst vernebelt den Verstand.
Hast du sie je tanzen sehen, die weißen Waberwichte?
Die Wassergeister, Nebelfeen, im düstren Nebellichte?
Tanzend ziehen sie von dannen
und der Wald wird wieder klar.
Zwischen all den großen Tannen
ahnt kein Mensch was hier geschah.
Nachtruhe
Abendstille legt sich übers müde Land
Dunkelheit hat heimlich neues Licht entfacht
Nebel fließt herein im sibernen Gewand
des Mondes fahlen Lichts in schwarzer Nacht
Ruhig wird reger Geist und findet Frieden
von der Nacht sanft in den Schlaf gesungen
kann der Träumende auch ohne Flügel fliegen
Wär je dem wachem Geist der Sprung gelungen ?
Novembertraum
Es war der Mond,
der mit windstillem Flüstern
nach der Sonne rief.
Ich hörte sein Rufen
durch die bebende Nacht.
*Nimm meine Hand,
bevor sie im Nebel der Zeit verschwindet
und lass uns gemeinsam
über tauschwere Halme springen,
auf dem Haupt der knorrigen Riesen
nach Wolkendrachen Ausschau halten,
uns auf ihren Rücken schwingen
und auf Sternen tanzen,
den bleichen, stillen Wächtern
des Novembertraums.
*Der Märchenmund lacht,
als wir ihm von dem Funken erzählen,
der das Meer abkühlte,
er schenkt uns einen Traum
vom Trauermond
der beschloss Licht zu werden
und schüchtern die Erde küsste.
Reich mir deine Wolkenfinger,
folge mir
in den Nebel der Vergangenheit,
die nie Zukunft werden wollte,
lass uns träumen
von der Welt,
in der die Zeit
mit der Ewigkeit tanzt
und der Mond andächtig den Atem anhält
um die Nacht nicht zu wecken…