Die Liebe bleibt

Als deine Lippen meine sanft berührten,
da hielt die Welt gebannt den Atem an.
Der Bach schwieg still und auch die Bäume spürten,
dass etwas Großes seinen Anfang nahm.
 
Da tanzten unsere Seelen unter Sternen,
und sahen wie der Mond das Wasser küsst.
Gemeinsam wollten wir das Fliegen lernen
und glaubten, dass es Schicksal sein müsst.
 
Voll Liebe reichte ich dir meine Hände
und konnte tief in deine Seele sehen.
Doch plötzlich prallte ich an kalte Wände
und spürte dich aus unsrer Welt entfliehn.
 
Ich sehne mich nach dir und deine Wärme
erfüllt noch immer meinen leeren Raum.
Die Seele weilt noch bei dir in der Ferne
und wartet aufs Erwachen aus dem Traum.
 
Die Liebe bleibt, du bist in meinem Herzen,
ich kann das Licht um unsere Seelen spürn.
Bringt auch die Liebe noch so große Schmerzen,
nur sie kann mich den Weg des Glückes führen.

Der Augen Feuersglut

Deiner Augen Feuersglut

hat mir den Verstand geraubt.

Deiner Lippen heißer Kuss

traf mich viel zu tief, ich muss

fliehen-hab ich dir vertraut?

Kann man trau’n der Feuersglut?

*

Lass mich gehen, halt mich nicht

Ich versuche deinen Blick zu meiden

Doch verschlingt mich dein Verlangen

Der Augen Glut hält mich gefangen.

Wieso lässt du mich so leiden?

Muss ich denn auf Knien flehen?

*

Ich weiß, ich muss mich stellen,

breche endlich diesen Bann.

Wieso find ich erst jetzt den Mut?

Ein letzter Blick in diese Glut,

Ich dreh mich um und frag mich kann

denn Glut allein mein Herz erhellen?

*

Fliegen möcht ich, höher steig ich

breche durch die Wolkenwand.

Breite meine weiten Schwingen,

die mich zu den Sternen bringen,

in das weit entfernte Land

unterm Sternenlicht.

Erinnerung an einen Traum

Und ich denk immer noch an dich

wie könnt ich auch den Kuss vergessen

von einem Traum war ich besessen

und dieser Traum verzehrte mich.

*

Wie Feuer brannten deine Küsse

ein sanfter trügerischer Schmerz

In heißen Flammen stand mein Herz

Wie ich die Wärme doch vermisse.

*

Der Morgen kam und mit dem Licht

schwanden still die letzten Funken

Scheue Blicke, traumestrunken

fanden wir die Worte nicht.

*

Ein schöner Traum, nur allzu gerne

lassen sich die Sinne trügen

Die Seele schweigt und leere Lügen

verhallen lautlos in der Ferne.

*

Und ich denk immernoch an dich.

Wie könnt ich diesen Kuss vergessen

Von einem Traum war ich besessen,

doch weiß ich auch, ich träumte nicht.

Klang der Sehnsucht

Wie gern wär ich das Sonnenlicht
Das sanft und wärmend dein Gesicht
Mit sommerlichem Schein erhellt
Wenn es auf deine Wangen fällt
Ich würd dir leuchten Tag und Nacht
Ein Sonnenstrahl, für dich entfacht.

Wie gern wär ich die Nachtigall
Die lieblich an des Tages Fall
Dir heimlich ihre Lieder sendet
Dir Trost mit den Gesängen spendet
Die in dir tiefste Sehnsucht weckt
Zu lange in der Brust versteckt.

Wie gern würd ich dein Atem sein
So könnte ich tagaus tagein
Behutsam deinen Mund berühren
Die Wärme deiner Lippen spüren
Doch bin ich weder Luft, noch Licht
Des Vogels Klage hörst du nicht
Verschließt dir Augen scheu vor mir
bis ich dich aus dem Blick verlier…

Heimlicher Nachtgesang

Wenn des Sommermondes kühle Strahlen

sanft der Erde warme Wangen streichen

und die satten Farben in dem fahlen

Lichte dunklem Blau und Silber weichen

«◊»

Wenn der Sonne Sänger müd verstummen

ihre letzten Töne fern verklingen,

nur vereinzelt hört man Grillen summen,

dann erst wage heimlich ich zu singen.

«◊»

Sehnsuchtsvoll ertönt mein Lied im Wald

Fliederschwere Nacht trägt meine Klage,

deren Wahrheit immer neu erschallt

Weil ich sie durch alle Zeiten trage,

bis sie hinterm Horizont verhallt

Der Klang wirkt weiter in euch alle Tage.