Heimlich, still und leise schleicht sie sich an mich heran, lautlos, körperlos. Sie verschluckt alles Licht, gehüllt in einen Mantel aus heimlicher Dunkelheit tritt sie an mich heran, streicht mir mit ihren eisigen Fingern liebkosend über die Wangen, lässt Tränen gefrieren. Ihre Worte sind Schweigen, schneidende Stille, der wohltuende Klang der Leere, bedrückend und doch tröstend. Süß sind ihre stillen Worte, die lautlos an mein Ohr dringen, wortlos das Schweigen brechen, tröstend ihre kalte Hand, die sanfte Berührung. Sie kommt ohne Vorwarnung, ergreift mich aus dem Hinterhalt, mein stummer Schrei verhallt im Nichts. Ich suche Schutz in ihrem wärmenden Mantel aus tröstender Dunkelheit, verkrieche mich in den Falten aus tiefschwarzer Nacht und lausche dem pulsierenden Klang der flüsternden Stille, den lautlosen Worten die sich wie Balsam auf mein brennendes Herz legen und das Feuer unter dem schweren Mantel ersticken. Lautlos singt sie mich in den Schlaf, wortlos klingend, in der Ferne still verhallend…
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Nachtruhe
Abendstille legt sich übers müde Land
Dunkelheit hat heimlich neues Licht entfacht
Nebel fließt herein im sibernen Gewand
des Mondes fahlen Lichts in schwarzer Nacht
Ruhig wird reger Geist und findet Frieden
von der Nacht sanft in den Schlaf gesungen
kann der Träumende auch ohne Flügel fliegen
Wär je dem wachem Geist der Sprung gelungen ?
Heimlicher Nachtgesang
Wenn des Sommermondes kühle Strahlen
sanft der Erde warme Wangen streichen
und die satten Farben in dem fahlen
Lichte dunklem Blau und Silber weichen
«◊»
Wenn der Sonne Sänger müd verstummen
ihre letzten Töne fern verklingen,
nur vereinzelt hört man Grillen summen,
dann erst wage heimlich ich zu singen.
«◊»
Sehnsuchtsvoll ertönt mein Lied im Wald
Fliederschwere Nacht trägt meine Klage,
deren Wahrheit immer neu erschallt
Weil ich sie durch alle Zeiten trage,
bis sie hinterm Horizont verhallt
Der Klang wirkt weiter in euch alle Tage.