Heimlich, still und leise schleicht sie sich an mich heran, lautlos, körperlos. Sie verschluckt alles Licht, gehüllt in einen Mantel aus heimlicher Dunkelheit tritt sie an mich heran, streicht mir mit ihren eisigen Fingern liebkosend über die Wangen, lässt Tränen gefrieren. Ihre Worte sind Schweigen, schneidende Stille, der wohltuende Klang der Leere, bedrückend und doch tröstend. Süß sind ihre stillen Worte, die lautlos an mein Ohr dringen, wortlos das Schweigen brechen, tröstend ihre kalte Hand, die sanfte Berührung. Sie kommt ohne Vorwarnung, ergreift mich aus dem Hinterhalt, mein stummer Schrei verhallt im Nichts. Ich suche Schutz in ihrem wärmenden Mantel aus tröstender Dunkelheit, verkrieche mich in den Falten aus tiefschwarzer Nacht und lausche dem pulsierenden Klang der flüsternden Stille, den lautlosen Worten die sich wie Balsam auf mein brennendes Herz legen und das Feuer unter dem schweren Mantel ersticken. Lautlos singt sie mich in den Schlaf, wortlos klingend, in der Ferne still verhallend…
Schlagwort-Archive: melancholie
Parallelwelten
Er sagte, er sei eine einsame Insel- Ich lächelte und schenkte ihm ein Spielzeugboot.
Er sagte, er sei rastlos, ständig auf der Suche, nie am Ziel- Ich lächelte und malte ihm ein buntes Haus.
Er sagte, sein Leben stünde auf dem Kopf- Ich lächelte und machte einen Kopfstand.
Er sagte, die Erde drehe sich viel zu schnell- Ich lächelte und stellte die Uhr zurück.
Er sagte, ich verstünde seine Welt nicht, kannte seine Träume nicht- Ich lächelte und pflückte ihm einen Stern vom Himmel.
Er lächelte und meinte, ich solle von meiner Wolke herunterkommen- Da weinte ich, und schwere Tropfen prasselten vom Himmel herab…