Der Befreite

Geschmeidig schleicht der Schatten ums Gehege,

das einmal seiner Seele Käfig war.

Ein letzer Blick, dann geht er seiner Wege,

Vergangenheit bleibt das, was einst geschah.

Sein wacher Blick, die ungetrübten Sinne

verschlingen gierig  jeden Augenblick.

Kein Duft, kein Laut kann unentdeckt entrinnen.

Behutsam setzt er jeden neuen Schritt.

Lässt sich vom Hauch der Freiheit traulich führen

Und ziellos treibend weiß er um den Sinn.

Er kann den Puls des Lebens wieder spüren

und jeder neue Schritt ein Neubeginn.

*

Der Augen Feuersglut

Deiner Augen Feuersglut

hat mir den Verstand geraubt.

Deiner Lippen heißer Kuss

traf mich viel zu tief, ich muss

fliehen-hab ich dir vertraut?

Kann man trau’n der Feuersglut?

*

Lass mich gehen, halt mich nicht

Ich versuche deinen Blick zu meiden

Doch verschlingt mich dein Verlangen

Der Augen Glut hält mich gefangen.

Wieso lässt du mich so leiden?

Muss ich denn auf Knien flehen?

*

Ich weiß, ich muss mich stellen,

breche endlich diesen Bann.

Wieso find ich erst jetzt den Mut?

Ein letzter Blick in diese Glut,

Ich dreh mich um und frag mich kann

denn Glut allein mein Herz erhellen?

*

Fliegen möcht ich, höher steig ich

breche durch die Wolkenwand.

Breite meine weiten Schwingen,

die mich zu den Sternen bringen,

in das weit entfernte Land

unterm Sternenlicht.